Terpene
Terpene sind natürliche Aromastoffe, die in den Harzdrüsen (Trichomen) der Cannabispflanze produziert werden. Sie sind verantwortlich für den charakteristischen Geruch und Geschmack verschiedener Sorten – von fruchtig über erdig bis hin zu würzig oder blumig. Neben ihrem sensorischen Beitrag beeinflussen Terpene auch die Wirkung von Cannabis, indem sie mit Cannabinoiden zusammenwirken (Entourage-Effekt). So kann beispielsweise Myrcen eine beruhigende Wirkung verstärken, während Limonen stimmungsaufhellend wirkt. Über 100 verschiedene Terpene wurden in Cannabis identifiziert, wobei ihre jeweilige Zusammensetzung und Konzentration das individuelle Profil einer Sorte bestimmen. Terpene spielen daher eine zentrale Rolle bei der Auswahl und Züchtung von Cannabissorten, sowohl für den Freizeitgebrauch als auch für medizinische Anwendungen.
Terpene in Cannabis
- Myrcen – erdig, moschusartig, leicht fruchtig; häufig in Indica-dominanten Sorten.
- Limonen – zitronig, frisch, fruchtig; kann stimmungsaufhellend wirken.
- Pinen – Kiefernduft, frisch, harzig; kann Konzentration und Klarheit fördern.
- Linalool – blumig, lavendelartig; beruhigend, entspannend.
- Caryophyllen – würzig, pfeffrig, holzig; wirkt auch über CB2-Rezeptoren entzündungshemmend.
- Humulen – hopfig, erdig, würzig; appetitzügelnd, leicht bitter.
- Ocimen – süß, kräuterartig, fruchtig; häufig in Sativa-Sorten.
- Terpinolen – blumig, leicht kräuterartig, fruchtig; oft in komplexen Sortenmixen.
- Geraniol – rosig, blumig, süß; auch in ätherischen Ölen von Rosen und Zitrus.
- Eukalyptol (Cineol) – mentholartig, frisch, kühlend; oft in medizinischen Sorten.
- Bisabolol – süß, blumig, vanilleartig; beruhigend, anti-irritierend.
- Camphen – würzig, harzig, frisch; subtil, meist in Hintergrundnoten.